Griechische Kunstperioden

Auch wenn man in der langen Geschichte der griechischen Kunst viele Perioden im Detail unterscheidet - im Großen und Ganzen ist es sinnvoll, die Entwicklung in 4 Hauptperioden einzuteilen: die Geometrische, Archaische, Klassische und Hellenistische.


Zu betonen ist, dass diese Einteilung erst nach der mykenischen, kykladischen und minoischen Zivilisation beginnt.


Die vier Haupt - Perioden der griechischen Kunst sind unten aufgeführt:


1. GEOMETRISCHE PERIODE DER GRIECHISCHEN KUNST (1100 - 800 V. CHR.)


Die Migration rund um das östliche Mittelmeer brachte auch neue Elemente in die Kunst.


Anfänglich wurden nur geometrische Formen als Ornamente auf Vasen verwendet, später stilisierte Bilder und auch Skulpturen von Menschen und Tieren, Kleinplastiken aus gebranntem Ton.


Das wichtigste Zentrum befand sich in Attika, jedoch wurden Amphoren dieser Periode in ganz Griechenland gefunden, die sich je nach Region und Künstler unterscheiden



2. ARCHAISCHE PERIODE IN DER GRIECHISCHEN KUNST (800 - 500 V. CHR.)


Nach den rein geometrischen Formen gibt es einen Trend zu mehr realistischen und naturalistischen. Auch die Kompositionen werden in der archaischen Periode komplizierter.


Berühmt sind die schwarzfigurigen Vasen aus Attika, später kamen die rotfigurigen auf. Neu eingeführt wird die Figur des Kouros, des männlichen nackten Jünglings, der nicht das Abbild eines realen Jungen ist, sondern die Idee der Jugend darstellen soll. Das weibliche Pendant ist die Kore. In beiden Fällen sind die Körperformen zwar anatomisch korrekt, aber zumindest zu Beginn noch völlig stilisiert.



3. KLASSISCHE PERIODE DER GRIECHISCHEN KUNST (500 - 400 V. CHR.)


Die klassische Periode ist die Zeit nach den Perserkriegen und während der Regierung von Perikles in Athen.


In der Kunst war dies die Zeit der ästhetischen Vollkommenheit, Harmonie und Authentizität.


Sophokles und Euripides schreiben ihre zeitlosen Werke, die noch heute auf allen Bühnen der Welt gespielt werden: Antigone, Medea.


Die Skulpturen werden noch lebensechter. Berühmte Beispiele finden sich im Olympia - Museum, wie der alte Wahrsager aus dem Giebel des Zeus-Tempels. Jahrhunderte lang glaubten die Kunsthistoriker, dass die Statuen weiß waren. Heute weiß man, dass die griechischen Skulpturen bemalt waren.


Es entstehen vollkommene architektonische Bauwerke, das berühmteste Beispiel ist der Parthenon auf der Akropolis in Athen.


Die Kunst der klassischen Periode beeinflusste Künstler im gesamten Abendland, die nicht nur Elemente, sondern ganze Bauwerke kopierten und auch die Ästhetik der Skulpturen als ihr Ideal übernahmen.



4. HELLENISTISCHE PERIODE DER GRIECHISCHEN KUNST (400 V. CHR. - 100 N. CHR.)


Die hellenistische Periode ist durch Vielfalt gekennzeichnet. Es entstand ein neuer Realismus.


Die Skulpturen - berühmte Beispiele die Nike von Samothrake, heute im Louvre, auch der Hermes von Praxiteles im Museum von Olympia - wurden beweglicher und zeigten Menschen mit emotionalem Ausdruck, Freude und Leid; die Kunst drückte lebensechte Situationen aus.


Die Kombination aus dem alten klassischen Stil und vielfältigen neuen Einflüssen aus dem riesigen Reich Alexanders und seiner Nachfolger, der Diadochen, macht den hellenistischen Stil aus.


Diese Periode endet mit dem Beginn der römischen Zeit.